ein|räumen      ARBEITEN IM MUSEUM                                           60 aktuelle Projekte in der Hamburger Kunsthalle
 
 

P r e s s e s t i m m e n 

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Saarbrücker Zeitung, 2. November 2000

. "ein|räumen" zeigt ein Museum im Wandel, das sich im Meer spektakulärer Freizeitangebote zu behaupten sucht, seine Rolle hinterfragt und sich im Spannungsfeld seiner traditionellen Aufgabenstellung des Sammelns, Bewahrens, Forschens und Vermittelns nach außen öffnet, um Experimenten Raum zu geben. Die Richtung stimmt.

Der Tagesspiegel

Freitag, 24. November 2000 . Das Museum hat nur da seine Daseinsberechtigung, wo es Leben schenkt, d. h. die uneingelösten Versprechungen einer Gesellschaft, die in jedem Kunstwerk liegen, bewahrt und weiterträgt, statt sie in der falschen Aura einer überzeitlichen Unternehmung zu konservieren. Dies gelingt nur, indem es sich in Frage stellt. Mit der Ausstellung ein|räumen ist dies gelungen.

3. November 2000. Mag der Anspruch der Kuratoren, am Beginn des neuen Jahstausends das Museum neu zu verorten, auch ein wenig hoch gegriffen sein; hier wurde zumindest der Versuch dazu unternommen.

Die Zeit, 9. November 2000

. Die Künstlerstrategien sind so verschieden wie die Kunst der vergangenen dreißig Jahre. Und so ist diese Ausstellung nicht nur ein Erlebnispfadf durch die rühmenswerte Hamburger Kunsthalle, sondern zugleich ein Trimm-Dich-Pfad zeitgenössischer Kunstpositionen. . Neue Perspektiven herstellen, Bezüge schaffen, Formen aufnehmen: Das erinnert an die pädagogisch animierten Lichtwark- und Brinckmann-Zeiten in Hamburges Museumsgeschichte. Kunst und Leben gehören zusammen, das Museum soll ein Ort sein für den Gast. Es schließt die Pforten, die Künstler haben sich eingerichtet.

Szene Hamburg, November 2000

. Was sich hier auf durchaus unterhaltsame Weise entfaltet, ist das größte Projekt, das die Kunsthalle seit der Fertigstellung der "Galerie der Gegenwart" in Angriff genommen hat.

Kunstzeitung, November 2000

. Aber nun: Frank Barths Schau "ein|räumen: Arbeiten im Museum" (bis 21. Januar 2001) ist eine Art General-Hausputz auf Hamburgs Museumsinsel. . Der Sammlungs-Bestand und die architektonischen Gegebenheiten, sonst oft fatalistisch akzeptiert, werden zur Herausforderung, eine neue Sicht auf alte Kunst zu entwickeln.

Parnass, Heft 4/2000

. 60 aktuelle Projekte verstören/beleben/provozieren beim Gang durch die Kunsthalle . Ein frischer Blick auf alte und junge Kunst sowie ihre Behausung auf insgesamt 12.000 Quadratmetern! .

DER SPIEGEL; Nr: 42/2000

… Denn fast überall, wo die Kunsthalle ist, da ist auch „ein|räumen“. Die Künstler durften die Standorte frei wählen – also nisten die zumeist jungen Leute in Sälen mit historischer und moderner Kunst, machen sich in Treppenhäusern breit, im Café, aber auch ungeniert in den Toiletten…..

Als kompakte, chemisch reine Zeitgeistschau so genannter Kontext- oder Dienstleistungskunst hätte „ein|räumen“ eine penetrante Seminarübung werden können. Ist es aber nicht geworden.

Deutschlandfunk, Kultur Heute, 25.10.2000

… Alles in allem also: 400 Jahre Wege der Kunst und an jeder Ecke der langen Wegstrecke Kritik, Erhellung, Pointe, Kommentar und Spaß.

dpa, 19.10.2000

… „ein|räumen ARBEITEN IM MUSEUM“ heißt die Ausstellung, die das Unerwartete in den Museumsalltag bringt.

Hamburger Morgenpost, 19.10.2000

… Die ehrwürdige Kunsthalle, bislang nur als Ort der Präsentation, Verwahrung und Konservierung denkbar hat sich mit ihrer bislang mutigsten Ausstellung in eine spannungsgeladene Arbeitsstätte verwandelt.

Hamburger Abendblatt, 20.10.2000

… Seit der Eröffnung ihrer Galerie der Gegenwart hat die Kunsthalle kein vergleichbar ambitioniertes Projekt mit aktueller Kunst abgeliefert….

… „ein|räumen“ gleicht einem Spiel mit dem ästhetischen Selbstverständnis des Museums. Untersucht oder unterlaufen werden die Regeln des Zeigens, des Ausstellens sowie das Zeigen selbst.

Die Welt, 20.10.2000

… Das Großprojekt „ein|räumen Arbeiten im Museum“ verwandelt den reglementierten Ort des Sammelns, Bewahrens, Erforschens und Vermittelns in ein abenteuerliches Areal, das voller Überraschungen steckt.

Kunstzeitung, Oktober 2000

… Ob Chefetage oder Depot, ob Kupferstichkabinett oder Klo. Rund 50 Zeitgenossen, obendrein flankiert von ein paar verstorbenen Klassikern dieser Radikalkunst, etwa Broodthaers und Duchamp, mischen auf, entfernen Verkrustetes, sortieren und interpretieren neu, okkupieren das ganze Haus, um es in ein riesiges Atelier zu verwandeln…. Bis zum 21. Januar 2001 verwandeln sie das Museum, einst Ort der Repräsentation, allemal der hehren Präsentation, in eine Stätte der Interaktion. Nichts bleibt wie es ist, alles kann, aber nicht muß verändert werden.