ein|räumen      ARBEITEN IM MUSEUM                                           60 aktuelle Projekte in der Hamburger Kunsthalle

S t e p h a n   v o n   H u e n e

Geboren 1932 in Los Angeles
Gestorben 2000 in Hamburg

    Text Tones, 1979/82 Ausstellung >>
  Stephan von Huenes (1932-2000) Klangskulpturen beziehen die Museumsbesucher mit ein.
"Art is context - you are the context", betont von Huene, für den Kunst erst im Zusammenspiel mit den anwesenden, sich im Raum bewegenden Menschen funktioniert. Angeregt durch deren Bewegungen, durch Stimmen und andere Geräusche, wird Text Tones, eine in einem Durchgangsraum im Sockelgeschoß der Galerie der Gegenwart befindliche Klanginstallation, in Schwingung versetzt. Sensoren registrieren die Veränderungen, ein Computer verarbeitet die aufgenommenen Impulse. Etwa 45 Sekunden später beginnen die auf weißen Sockeln aufmontierten Röhren zu klingen. Von Huenes Arbeit spiegelt die sich im Raum bewegenden Betrachter verzerrt akustisch. In der Ausstellung korrespondieren von Huenes Klangobjekte mit der im Treppenhaus des Erweiterungsbaus installierten Arbeit Erik Saties Musique d'Ameublement.
Beide Arbeiten befinden sich in Übergangssituationen. Sie rechnen mit der zerstreuten Wahrnehmung der Besucher und durchkreuzen damit die im Museum übliche, kontemplative, auf ein Werk gerichtete Rezeption.