ein|räumen      ARBEITEN IM MUSEUM                                           60 aktuelle Projekte in der Hamburger Kunsthalle

S e r y  C.

geb. 1959 in Linz
Lebt in Düsseldorf und Linz

    Cutting up Men/SCUM
(Society cutting up men) 2000
Squatting down Women, 2000
Ausstellung >>
 

Für Sery C. ist ein Bild an der Wand nicht einfache Fläche, sondern räumliches Objekt, das durch seine bildexternen formalen Bedingungen ebenso bestimmt ist wie durch seine bildimmanenten Prinzipien.
Seine Malerei erstreckt sich in den Raum.
Er konzentriert sich auf marginale Orte im Kunstbetrieb, auf Foyer-, Büro- und Toilettenräume.
In der Galerie der Gegenwart wird eingefärbter Industriekautschuk auf Wände und Urinoirs der Herrentoilette im Sockelgeschoß nach zuvor festgelegten Begrenzungen aufgetragen.
Dem malerisch-konstruktiven Auftrag folgt die 'Häutung' der Farbschicht.
Das so entstandene Bild-Raum-Objekt ist im Vier-Säulen-Raum vor der Toilette ausgestellt.
Gegenüber, auf der Damentoilette, hat Sery C. einen Videomonitor montiert, der die übliche Erfahrung des Sanitärraums ebenfalls äußerst irritierend unterläuft.
Sery C. überschreitet mit seiner Arbeit nicht nur gattungsspezifische, sondern auch funktionale Grenzen sowie die auf Toiletten übliche Trennung nach Geschlechtern.
Beide Toilettenräume sind Ausstellungsräume und zugleich Sanitärräume.