ein|räumen      ARBEITEN IM MUSEUM   
 60 aktuelle Projekte in der Hamburger Kunsthalle

A n d r e a s   S l o m i n s k i

geb. 1959 in Meppen
Lebt in Hamburg

    Ohne Titel, 2000 Ausstellung >>
 

Inmitten des Kupferstichkabinetts, unter dessen Oberlicht, ist eine Leiter plaziert, an der ein Schrubber montiert ist, so, als sei ein dort oben lebendes Wesen durch Klopfen an die Decke gelegentlich zur Ordnung zu rufen, falls es über die Stränge schlägt.
Durch Knopfdruck in Bewegung versetzt würde der Schrubberstiel die Decke zwar nicht erreichen, verletzt aber selbst mit einem nun wiederum störenden Pochgeräusch die konzentrierte Stille des Lesesaals. Slominskis lakonisch-humorvolles Spiel mit der kontemplativen Atmosphäre dieser Oase der Ruhe ist zugleich Provokation der Vorstellungskraft der Bibliotheksnutzer.

Eisstiel, 1994 Ausstellung >>

Andreas Slominskis Arbeiten sind lakonische, humorvolle Eingriffe in vertraute Alltagssituationen.
In Andreas Slominskis Aktion Eisstiel stehen Aufwand und Ergebnis in einem deutlichen Mißverhältnis. Slominski läßt eine Schaufensterscheibe eines Kaufhauses von außen entfernen.
So wird ein üblicherweise warenästhetisch genutzter Raum zu einem Ort der Öffentlichkeit, der durch eine Handlung Slominskis zum Ort der Kunst wird.
Slominski greift auf den Boden der Fußgängerzone, hebt einen dort hingeworfenen Eisstiel auf und plaziert ihn im Schaufenster.
Nach getaner Tat, einem Austausch von Alltagswirklichkeit und Kunst, wird die Scheibe neu installiert.